Phönix in der Asche
Zwanzig Wochen Obdachĺosigkeit
"Soviel Asche könnt ihr mir gar nicht liefern, dass ich aufhöre, an meiner Vision festzuhalten."
20 Wochen Obdachlosigkeit
in einem Leben, das für mich, durch mich und als ich geschieht. In dem ich wieder und wieder die Sätze meiner SeelenRückverbindung aus dem Jahr 2016 hervorholen durfte, als Seele mich bat, zu vertrauen. Als sie versprach: "Ich führe dich nirgendwo hin, wo es nicht gut für uns ist."
Was ein heißer Juli hier durchlebt werden wollte.
Im Allgäu gestrandet, weil eine Landung im Allgäu vorgesehen war.
Behörden, die mich nicht zurück schickten, an meine letzte Meldeadresse.
Dazu fast genau fünf Jahre nach der ersten Erfahrung, ein erneutes Beziehen einer Notunterkunft.
Heilsam durfte es dieses Mal sein.
Nach einer extremen Panikattacke in 2021 durch den - von mir für mich "bestellten" - Psychoterror durch damalige Mitbewohner, bekam ich hier so etwas wie das Gegenteil geliefert. Statt eines Nervenzusammenbruches meinerseits, schlafen wir hier mit offenen Türen.
Ansonsten zeigt sich das System bürokratisch hoch Zehn. Papierkram über Herz.
Ein "Ich habe Hunger" reicht nicht, um als bedürftig angesehen zu werden. Ein Papier muss her, es zu beweisen - welches ich nicht besitze.
Doch die Erfahrung endet hier nicht. Das Leben orchestriert zeitnah, denn ich beschwerte mich. Ich klagte an. Diese Unmenschlichkeit. Um prompt mit "Einladungen" versorgt zu werden, es besser zu machen.
Das Alte werde ich nicht ändern können, aber ich kann Beispiel-gebend voran gehen. Schlicht anstecken mit dem Leben, dem Sein & Wirken, das ich in die Welt geben möchte.
Um doch auch zuzugeben, dass ich es gerade selber nicht schaffte, Herz über Angst zu stellen.
Mein Stresslevel ist am Anschlag. Schon sehr lange.
In diesen Momenten dem Leben zu begegnen mit der herzoffenen Frage: Was würde die Liebe tun? - ist an manchen Tagen eine Herausforderung zu viel.
Und so wurde es über den Verlauf der letzten Wochen und Monate dunkel und dunkler, eng und enger, unbequem und unbequemer im Außen, bis hin zu diesem Satz den ich mich diese Woche sagen hörte:
"Soviel Asche könnt ihr mir gar nicht liefern, dass ich aufhöre, an meiner Vision festzuhalten."
Wie ernst ist es mir mit meinem Wofür?
Wofür ich gehe...
Warum ich noch immer gehe ...
Vorlebend, wozu Seelenkraft in der Lage ist, befindet mensch sich auf SEINEM Weg.
Denn genau das habe ich bis heute nicht angezweifelt.
Eine innere Stimmigkeit war immer vorhanden. Das Gefühl, nirgends falsch abgebogen zu sein. In meinem Leben unterwegs zu sein, in dem schlicht ich die Entscheidungen treffe, und in dem ein Phönix selbst in der tiefsten Asche noch sagt:
Alles besser als vorher.
Besser als das Hamsterrad.
Besser als das Verließ.
Besser als ein jedes unbewusstes Überlebenstraining meiner ersten Jahrzehnte.
Und gleichzeitig anerkennend, dass genau das den Antrieb liefert, diesen Wandel glaubwürdig in die Welt zu bringen.
Den Segen von - Erfüllung statt Entfremdung,
denn genau dieser Umschwung ist der Zeitenwandel, der in den Sternen steht.
Für uns, für alle und für die Welt.


